VIDEOS ZUM THEMA FOTOGRAFIE

03.06.2022

WIE KANN ICH VON FOTOGRAFIE LEBEN?

Immer wieder kommt die Frage bei FotografInnen auf: "Wie kalkuliere ich einen Auftrag richtig?" Durch das nun freie Gewerbe der Fotografie ist nun auch Tatsache, dass sehr viele FotografInnen noch nie selbständig waren und auch keine ausreichende kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hatten.

 

Auch der Umstand, dass Fotografie für viele BranchenkollegInnen einen Nebenberuf darstellt, macht es nicht einfacher, auf dem Markt zu bestehen. Und diejenigen, die es hauptberuflich versuchen, verkalkulieren sich oft massiv und scheitern meist in den ersten Jahren, da sie nicht davon leben können durch Fehlkalkulation und sich selbst mit Zahlen zu belügen. Auch werden KundInnen verunsichert und können den Wert der Fotografie nicht mehr erkennen. Daher:

Welche Punkte sind wichtig bei der Kalkulation?

Beim Kalkulieren von Fotoaufträgen sind einige Dinge zu beachten - hier nur ein kleiner Auszug im Überblick:

  • Eigenes "Wunschgehalt". Als Grundlage sollte man sich selbst überlegen, was man verdienen möchte, mit dem man auch Geld zur Seite legen kann.
  • Aufwände Equipment kalkulieren. Grundequipment berechnen (Kameras, Lichtequipment, Objektive, Hintergründe, Speichermedien, Computer, Stative, KfZ ...)
  • Abwertungen. Jedes Equipment ist von Zeit zu Zeit zu erneuern und unterliegt einer Abwertung, um es wieder neu anschaffen zu können.
  • Kosten. Mieten, Strom, Lebenskosten, Software-Abbos, Einrichtung, Abwertungen, Versicherungen (Kameraversicherungen, Haftpflichtversicherung, ...), Gewerbekosten (Gewerbeschein, ...), Krankenversicherung, Steuern (Einkommensteuer, Mehrwertsteuer, ...), Gerichtskosten, ...
  • Nichtleistungszeiten. Urlaub, Krankheiten, ...
  • Werbung. Auch der Bereich Marketing sollte kalkuliert werden (Website, Social Media, Druckmaterialien, Ausstellungen, ...) - günstige Angebote für die Website findet man auf www.superweb.at (System aus Österreich mit Wertschöpfung in Österreich), mit dem auch diese Seite gestaltet wurde.
  • Weiterbildung. Oft wird die notwendige Aus- und Weiterbildung übersehen beim Kalkulieren.
  • Personalkosten. In manchen Fotografie-Bereichen wird es notwendig sein/werden, Personal anzustellen.

Hat man nun alle Ausgaben errechnet, sollte man noch ein wenig dazurechnen, da man immer etwas vergisst und bekommt am Ende heraus, dass man ca. ab EUR 70.000,- pro Jahr einnehmen muss, um halbwegs davon leben zu können und das bei ca 1700 h möglicher Arbeitszeit (dh. jedes Monat im Durchschnitt 6.000,-!).

Das würde bedeuten, dass man JEDE Stunde ca 42,- verdienen müsste, was aber nicht möglich ist und daher bedeutet, dass man mindestens 120,-/h verrechnen muss, da aus Erfahrung bei 3h Arbeitszeit ca nur 1 h verrechnet werden kann in der Summe. Und dabei hat man noch keine Reserven zurückgelegt geschweige denn, dass man an ein Haus bauen denken kann. Ergo: möchte man auch noch etwas ansparen, dann muss mindestens 140-150,-/h verrechnet werden.

 

Natürlich sagen sich auch einige KollegInnen, wenn sie nur Wochenends zum Vergnügen Hochzeiten shooten, dass sie davon nicht leben - aber sie könnten - zumindest würde sich nebenberuflich ein schöner Urlaub dazu ausgehen, wenn man es richtig macht - ein Nebeneffekt ist auch, dass die Branche nicht zerstört wird und viele Familien davon ernährt werden könnten.

 

Euer

Manfred Scheucher

 

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Letzte Änderung: 04.07.2022

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